
Es ist wieder so weit: Am 25. Juli startet unsere nächste Einrad-Weltmeisterschaft – die UNICON 22!
In den vergangenen Jahren hieß das:
- Koffer packen für Montreal in Kanada, für Ansan in Südkorea oder für Bemidji in den USA
- fast 20 Einräder, Schutzkleidung, Sportsachen, Werkzeug, Ersatzmaterial und tausend andere Dinge flugtauglich verstauen
- dabei Maximalgewichte beachten und Packmaße nicht überschreiten
- Jetlag inklusive, fremde Sprachen, andere Kontinente – eben Weltmeisterschaft.
Und in diesem Jahr?
…fahren wir ungefähr so weit wie zu einem gut geplanten Auswärtstraining.
Die Einrad-WM findet diesmal in Steyr in statt – nur rund zwei Stunden von uns entfernt, quasi vor der Haustür. So schnell waren wir noch nie bei einer Weltmeisterschaft. Keine Langstreckenflüge, keine Zeitumstellung, keine Diskussion über das Freigepäck. Irgendwie ungewohnt. Sollten wir etwas vergessen – kein Problem, fahren wir halt noch mal zurück und holen es.
Die Autorin wird nach dem ersten UNICON-Wochenende noch einmal nach Hause rollen, eine Woche zur Arbeit gehen und dann ein zweites Mal anreisen – wann ist so etwas schon einmal möglich!
Aber egal, wie viele Kilometer man bis zum Austragungsort zurücklegen muss, eines bleibt gleich: Sobald die Wettkämpfe beginnen, spielt die Entfernung keine Rolle mehr. Dann ist Weltmeisterschaft!

Quelle: fh Oberösterreich
Steyr liegt in Oberösterreich und hat rund 38.000 Einwohner. Die Stadt wurde am Zusammenfluss der Flüsse Steyr und Enns angesiedelt. Die Altstadt zählt zu den schönsten Österreichs und steht größtenteils unter Denkmalschutz. Das berühmte Bummerlhaus gilt als eines der bedeutendsten gotischen Bürgerhäuser im deutschsprachigen Raum.
In Steyr gibt es den Wallfahrtsort Christkindl. Der beherbergt ein Weihnachtspostamt, das jedes Jahr Post aus aller Welt erhält.
Die Amtssprache ist – Deutsch, aber manche Begriffe klingen trotzdem wie eine Fremdsprache. Kartoffeln heißen Erdäpfel, Aprikosen sind Marillen, zur Sahne sagt man Schlagobers, Tomaten nennt man oft Paradeiser und der Quark ist der Topfen. Vielleicht braucht man außerhalb der Wettkampfstätten weniger Englisch, dafür eher einen kleinen Österreichisch-Deutsch-Übersetzer.
Beim Bäcker gibt es vermutlich mehr Sorten Semmeln als bei uns. Die Berge sind (hoffentlich) näher als bei den meisten bisherigen Weltmeisterschaften, und das Leitungswasser gilt als eines der besten Europas.
Bei unserer letzten WM in Bemidji waren wir in Minnesota – einem Bundesstaat, der fast dreimal so groß wie das ganze Österreich ist. Trotzdem leben dort über drei Millionen Menschen weniger. Dieses Jahr geht es also in ein deutlich kleineres, aber dichter besiedeltes Gastgeberland.
Die Deutschland-T-Shirts, für die Konstantin der Hauptorganisator war, sind längst an alle deutschen Starter verteilt, und die spezielle Garser WM-Kollektion wurde in dieser Woche fertig.

Also: Wir sind startklar, freuen uns auf Steyr und werden hier im Blog über unsere Erlebnisse berichten.
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