Ein Résumé
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Ein Résumé

eingetragen in: EM 2017, Garser Einrad-Team | 1

Heute Abend findet die Einradeuropameisterschaft mit der Abschlussparty schon mal ihr zeremonielles Ende. Die Starter des morgigen Marathons werden sich von dieser Feier eher etwas früher verabschieden, wollen sie doch morgen um 8 Uhr frisch und gut gerüstet sein für die 42,195 Kilometer dieses abschließenden Wettbewerbs. Bis auf Michael, der erstmalig diesen langen Kanten unter sein 36 Zoll – Einrad nehmen wird, haben die Garser ihre Wettkämpfe beendet. Das Speedtrialfinale der Juniorinnen, welches heute im Rahmen des Trialfinales nachgeholt werden sollte, hat man nun doch weggelassen und die Juniorenmeisterin aus den Altersklassenzeiten heraus gewertet. Henriette, die sich gern noch mal diesem Battle gestellt hätte, wurde nun auf Grund ihrer Vorkampfleistung Siegerin bei den jungen Damen unter 15 Jahren.

Zeit für ein erstes Résumé:

Eine wunderbare EM haben uns die Ausrichter hier in Sittard geboten! Vielen herzlichen Dank dafür!
Das solide Fundament für dieses schlüssige Event bot die Limburg Sportzone mit ihren sehr schönen, gepflegten Sportanlagen und dem angeschlossenen Hotel, alles jeweils nur einen Katzensprung voneinander entfernt. Einmal angereist, hätte man hier komplett ohne Auto auskommen können, denn selbst das Areal für die Geländewettbewerbe und die Marathonstrecke wären mit Einrad oder Rad zu erreichen gewesen. Und auch der Weg zu den Wohnmobilstellplätzen war in wenigen Minuten zu Fuß oder per Einrad zu bewältigen.

Gewohnt prima organisiert die Rennwettbewerbe: Rosi Bongers und das Swiss Timing Team sorgten unaufgeregt und solide für reibungslose Abläufe, gelungene Wettkämpfe und schnelle Auswertung.
Überaus komfortabel und gleiche Bedingungen für jeden Starter bietend war die Durchführung der Trackspringen und des IUF-Slaloms in der mit Tartan ausgelegten Indoorleichtathletikhalle. Die Sportler dankten es mit zwei Weltrekorden (Weitsprung Frauen und IUF-Slalom Männer) sowie zahlreichen persönlichen Bestleistungen.

Ebenso gut arrangiert und in die Tat umgesetzt – die Geländedisziplinen: Wir müssen unsere anfänglich geäußerte Befürchtung revidieren, es war sehr wohl möglich, EM-würdige Munistrecken zur Verfügung zu stellen. Lediglich auf den Downhill mussten die Munispezialisten verzichten. Dafür war der XC sehr anspruchsvoll.

60 kreative Hindernisse hatte man in die Trialhalle gezaubert – bewundernswert, was den Ideenreichen unter den Trialplanern immer wieder einfällt. In einer Lokalität mit etwas mehr Platz wären diese phantasievollen Gebilde unter Umständen sogar noch besser zur Geltung gekommen.

Ein Highlight – die 10 km Strecke im nagelneuen Outdoorbikepark der Sportzone. Ein Straßenrennen ohne Gefahr für Leib und Leben der Starter durch Autos (Mondovi) oder Autos plus unbelehrbare Fußgänger (San Sebastian) hatten wir schon länger nicht mehr. Unsere fünf Garser waren bestimmt nicht die einzigen, die diesen Kurs trotz aller Schinderei auf einer so langen Distanz sehr genießen konnten.

Für die Freestylewettbewerbe stand drei Tage lang die große, funktionelle Halle im Herzen des Sportkomplexes mit reichlich Zuschauerplätzen zur Verfügung. Das Ei des Kolumbus ist noch nicht gefunden bei der Organisation der Übungszeiten für die Gruppenküren innerhalb so komplexer Events wie ECs oder UNICONs. Dieses Training ist zuverlässig mit ein wenig Verdruss für Aktive und Trainer verknüpft, so auch heuer, als es parallel zu den 10 Straßenkilometern und den Bahnrennen angesetzt war. Oft bleibt den Trainern dann nur, den Sportlern Wettkampfverzicht anzuordnen, was gewiss nicht der eleganteste Weg ist.
Insgesamt lässt unsere Lust auf Freestylewettkämpfe nach. Verschiedene Entwicklungen in diesem Bereich nehmen uns den Schwung. Attraktiv ist noch der X-Style, aber er wird nicht überall angeboten. Mal sehen, wohin sich das bewegt. Vielleicht sind Shows und Workshops eine Alternative, in denen man sich auch miteinander messen kann, denn gemeinsames Freestyletraining macht unseren Fahrern nach wie vor viel Spaß.

Eine Antwort

  1. Petra
    | Antworten

    Ganz herzlichen Dank Heike und Konstantin für die geniale Berichterstattung, tolle Videos und Fotos und sogar die ersten Einrad-Liveübertragungen!
    Euren nachdenklichen Schlusssatz zu Freestyle nehme ich mir zu Herzen und setze mich dafür ein, dass auch hier wieder Schwung und Begeisterung einkehren. Mein Vorschlag:
    1. Eine breite Diskussion zu „Was wollen wir sehen?“ auch mit Showprofis aus anderen publikumswirksamen Bereichen wie Variete, Zirkus, Eiskunstlauf, Showtanz, Gardetanz
    2. Demokratische Entwickliung sinnvoller Regeln und Belohnung sehenswerter Kriterien
    3. Gute Schulung und laufende Qualitätskontrolle für einheitliche faire Jury

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