Die WM – wirklich kein Urlaub
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Die WM – wirklich kein Urlaub

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Neben all den tollen Ergebnissen wollen wir heute mal einen kleinen Einblick gewähren, wie anstrengend und wenig urlaubsähnlich so eine 11 tägige Veranstaltung für die Teilnehmer ist. Man kennt das ja aus dem Fernsehen, wenn die Starter bei olympischen Spielen oder anderen länger andauernden Wettkämpfen berichten oder sogar ein wenig klagen, wie ausgelaugt und erschöpft sie sind. Den Einradlern hier geht es nicht anders. Die enge Abfolge verschiedenster Termine, kaum Zeit für sich selbst zu haben, immer nur in Windeseile Sportsachen, Geräte oder Kostüme  wieder herrichten zu können, kleine Pausen zum Essen finden zu müssen und zu wenig Schlaf zu bekommen – das alles zehrt an den Kräften und läuft ab wie im Profisport.

Oft schon beginnen die Wettkämpe um 8:00 Uhr morgens, vor allem für die ganz jungen Sportler. Um den nötigen Vorlauf mit Anmeldung, Einfahren oder Transponderübernahme erledigen zu können, muss man gegen 7:00 Uhr an der Wettkampfstätte sein, also gegen 6:30  Uhr das Haus verlassen. Teilweise dauern die Wettbewerbe dann bis zum Abend oder es muss die Wettkampfstätte gewechselt werden, weil ein anderer Tageswettbewerb anderenorts stattfindet. Zwischendurch schadet es nicht, einen Blick auf die Anschläge im Social Room des College Maisonneuve zu werfen, um eventuelle Änderungen oder Verschiebungen zu checken, es müssen Trainingstermine für die Freestyleküren gefunden werden – und wenn man dann das Glück eines Medaillengewinns hat, beginnen oft erst um 22 Uhr die Siegerehrungen. Nicht selten sind wir dann erst nach 23 Uhr wieder zurück im Haus, um dann um halb sieben am nächsten Morgen wieder aufzubrechen. Und das alles bei sechs Stunden Zeitverschiebung im sehr warmen und dampfigen Montreal. Vor allem an den Zeiten in den Rennwettbewerben der jüngeren Starter sieht man, dass die Kräfte langsam schwinden. Diese liegen zum Teil deutlich über den normal möglichen Leistungen.

Die Kids, vor allem die jüngeren, müssen bei den Wettkämpfen mit einer ihnen noch weitestgehend fremden Sprache zurecht kommen, denn nicht immer kann ein dolmetschender Betreuer dabei sein. Oft sind die Kleineren genötigt, dem bestenfalls englische Ansagen machenden Kampfrichter Folge zu leisten. Mittlerweile habe sich die U11er da aber ganz gut reingefuchst – und wachsen natürlich auch an so einer Aufgabe.

Trotz allem aber sei festgestellt: Ein Grund zum Klagen ist das keineswegs.
Freude und die Faszination überwiegen und überstrahlen die Mühen bei weitem!!!!