Muni-Turnier Villanders

Muni-Turnier Villanders

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    Bereits zum 14. Mal traf sich die internationale Muni-Szene in Villanders in Südtirol. Der malerische Ort liegt auf rund 880 Metern Höhe oberhalb des Eisacktals und bietet mit den weitläufigen Almgebieten der Villanderer Alm eine beeindruckende Kulisse für den Einradsport. Die Wettbewerbe selbst fanden teilweise deutlich höher statt – inmitten der alpinen Landschaft auf bis zu etwa 1.700 Metern Höhe. Die rund 100 Teilnehmer wurden während des gesamten Wochenendes von strahlendem Sonnenschein und sommerlich warmen Temperaturen begleitet. Nur die letzte halbe Stunde des Downhill-Finales sah ein paar Regentropfen. Die Bedingungen waren damit zwar ideal für Zuschauer und die einzigartige Aussicht auf die Dolomiten, verlangten den Fahrern jedoch auch körperlich einiges ab.

    Auf dem Programm standen die Disziplinen Uphill, Trial, Cross Country und Downhill. Besonders das Cross-Country-Rennen stellte aufgrund der Höhenlage eine zusätzliche Herausforderung dar. Auf etwa 1.700 Metern Höhe machen sich die dünnere Luft und die langen Anstiege deutlich bemerkbar und fordern selbst erfahrene Sportler. Nicht weniger anspruchsvoll präsentierten sich die Downhill-Wettbewerbe. Bereits die Qualifikationsstrecke verlangte den Teilnehmern mit ihrer Länge und ihrem technischen Anspruch viel Kraft und Konzentration ab. Die Finalstrecke setzte noch einmal einen drauf: Steile Passagen, anspruchsvolles Gelände und technisch schwierige Schlüsselstellen forderten von den Fahrern höchste Präzision und großes fahrerisches Können. So bot das 14. Muni-Turnier in Villanders einmal mehr eine gelungene Mischung aus sportlicher Herausforderung, internationaler Begegnung und beeindruckender Bergkulisse.

    Vom Garser Einrad-Team waren Lena Freimuth, Henriette Höhne und Timo Hirschmann am Start. Michael Höhne, zwar auch gemeldet, musste verletzungsbedingt leider passen.

    Als Fahrer aus dem Flachland treffen wir in Villanders auf Bedingungen, die wir von zu Hause kaum kennen. Während die einheimischen Sportler regelmäßig auf den Trails im Hochgebirge unterwegs sind und viele der Strecken bestens kennen, müssen wir uns erst an die Höhenlage und das alpine Gelände anpassen. Umso beeindruckender die Demonstration von Timos Leistungsstärke im Crosscountry, mit welcher er den Lokalmatadoren keine Chance ließ. Fast 45 Sekunden bzw. 5:10 min nahm er dem Zweit- und dem Drittplatzierten aus Villanders ab.

    Lena kam auf Platz 4 der 27 Fahrerinnen ins Ziel – auch das eine mehr als beachtliche Leistung. Lediglich eine Sekunde fehlte zu Platz drei,. Chapeau, Lena!

    Bei Jette schlug leider die Defekthexe zu. Doch Aufgeben war keine Option. Trotz einer gelösten Kurbel, die sie schließlich in der Hand transportieren musste, wollte sie den Cross Country unbedingt mit einem Ergebnis beenden. Also wurden kurzerhand Fähigkeiten aus Freestyle und Rennsport kombiniert und im Einbein weitergefahren.

    Bereits am Samstagvormittag hatte der Uphill stattgefunden, wegen der im Gange befindlichen Bauarbeiten diesmal auf einer etwas veränderten zur sonst gewohnten Strecke. Jette und Lena kamen mit dem Abstand von einer Sekunde auf den Plätzen 7 und 8 ins Ziel. Timo holte eine starken 3. Platz.

    Im Trial am Samstagabend, für den auch einige Spezialisten angereist waren, schaffte er 31 der 45 Lines und erreichte den 8. Platz. Leider wurde der Wettbewerb gleich zu Beginn von einem Unfall überschattet. Jette, die bei der Erstversorgung und beim Einweisen des Hubschraubers geholfen hatte, stieg danach nicht wieder ins Geschehen ein.

    Und dann kam der Sonntag und mit ihm der Downhill in Villanders – eine Disziplin, die stets heißersehnt wird.
    Sehr erfreulich war dabei einmal mehr, dass die Garser erneut so gut mithalten konnten! Diese Disziplin spielt in unserem Trainingsalltag fast keine Rolle, da uns die entsprechenden Strecken schlicht fehlen. Trotzdem gelang es uns, auf den technisch anspruchsvollen Kursen konkurrenzfähige Zeiten zu fahren und uns gegen viele erfahrene Downhill-Spezialisten zu behaupten. Gerade vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Trainingsmöglichkeiten sind die gezeigten Leistungen umso bemerkenswerter. Nur wenige Sekunden hinter den einheimischen Fahrerinnen kam Jette mit der viertschnellsten Zeit des Qualifikationslaufs ins Finale. Dort wurde sie erneut Vierte, auch wieder mit nur geringfügigem Abstand.

    Auch Lena schaffte es ins Finale der besten 12 von 24 Starterinnen. Als Zehntbeste des Vorkampfes kämpfte sie sich im Finallauf dann sogar auf Platz 8.

    Timo beendete den Quali-Downhill auf Platz 4, im Finale wurde es dann Platz 5 für ihn. Zu Platz 3 fehlten ganze drei Sekunden.

    Dieser Platz 3 wurde es für ihn in der Gesamtwertung aller vier Wettbewerbe.
    Herzlichen Glückwunsch speziell dazu und an alle drei Garser Starter zu ihren wunderbaren Leistungen.

    Fotos: Vocke, Simon Thoma und Heike Höhne

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