Die extra für das Event angefertigten Socken von Markus Büchel ließen keinen Zweifel aufkommen: Das ELSBET 2026 war das letzte von ihm organisierte Muni-Event dieser Art. Elf Auflagen des „Einzigartigen Liechtensteiner & Schweizer Berg-Einrad-Treffens“, auf die Beine gestellt vom Team Ursli (Vaduz/Sevelen) mit Markus als Hauptverantwortlichem, gab es seit 2007.



Knapp 100 Teilnehmer aus verschiedensten Ländern reisten heuer zum Flumserberg – die Fahrer kamen aus der Schweiz, aus Liechtenstein, aus den Niederlanden, aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Polen, Tschechien oder Großbritannien, und sogar aus den USA war ein Fahrer dabei. Einmal mehr verdeutlichte dieses Event, was für uns die Faszination und den Wert des Einradsports ausmachen: Sport auf höchstem Niveau mit Menschen aus aller Welt zu betreiben und dabei Netzwerke über den ganzen Erdball knüpfen zu dürfen. Vom Garser Einrad-Team waren Lena Freimuth, Henriette Höhne, Timo Hirschmann und Michael Höhne dabei.



Während der vier Tage standen viele Touren mit verschiedensten Schwierigkeitsgraden auf dem Plan. Von technisch anspruchsvollen Profistrecken mit schwierigen Downhills für die Leistungsambitionierten, beginnend auf über 2.000 Höhenmetern, bis zur Genussfahrt über Kieswege mit spektakulären Ausblicken rund um den Flumserberg – es war alles geboten. So präsentierte sich das ELSBET ein weiteres Mal als allerbestes (Höhen)Trainingslager für das Muni-Turnier in Villanders/Südtirol am letzten Maiwochenende und weiterführend für die Weltmeisterschaften in Steyr/Österreich, die Ende Juli beginnen.
Der Flumserberg besitzt dabei etwas, das viele große Alpenorte trotz perfekter Infrastruktur verloren haben: Er wirkt trotz touristischer Erschließung noch immer wie eine echte Berglandschaft und nicht wie eine reine Freizeitkulisse. Gerade diese Mischung aus Zugänglichkeit und Ursprünglichkeit macht seinen besonderen Reiz aus.
Durch die Lage oberhalb des Walensees erzeugt er eine fast ungewöhnliche Dramaturgie. Innerhalb kurzer Zeit wechselt die Landschaft vom tief eingeschnittenen, fjordartig wirkenden See hinauf zu weiten Alpflächen, Bergwäldern und schroffen Gipfeln. Dadurch entsteht das Gefühl, mehrere Landschaftsräume gleichzeitig zu erleben. Besonders eindrucksvoll ist dabei immer wieder der Kontrast zwischen den sanften grünen Hängen und den plötzlich schroff aufragenden Churfirsten.
Wie gewohnt waren auch die Verköstigung und das Rahmenprogramm in der Alten Sektion exzellent. Der Wirlpool im umgebauten und jeden Tag neu befüllten Güllefass, der Nightride, die Alphornbläser oder das Grillfest mit Live-Musik gehören ebenso selbstverständlich zum ELSBET wie die spektakulären Muni-Strecken. Auch ein Trial durfte nicht fehlen, aber ein ganz besonderer: Es handelte sich um einen Muni-Trial, der auch mit dem Muni absolviert werden sollte und dementsprechend spezielle Anforderungen stellte. Ausschließlich alle Hindernisse schaffte lediglich Timo, der damit diesen kleinen Wettbewerb gewann.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Markus Büchel und sein Team für dieses wunderbare letzte Event!



Fotos von Maximilian Streubel, Michael Höhne, Thomas Höser, Martin Carrier, Timo Hirschmann, Carolin Thiergart und Markus Büchel


Schreibe einen Kommentar