Tag 11: Mountain Climbing Race – Konstantins Ding

Heute gab es um 8 Uhr eine Premiere bei Weltmeisterschaften. Es wurde erstmalig ein Mountain Climbing Race veranstaltet. Dabei waren auf 15 Straßenkilometern knapp 1000 Höhenmeter zu überwinden. Die Idee dahinter ist es, zu den 10 Kilometern und zum Marathon ein weiteres Straßenrennen anzubieten, welches ein Distanzrennen mit lokalen Besonderheiten verbindet, hier natürlich mit der Bergwelt.

Es gab zwei Einrad-Kategorien, die Standard-Klasse bis 29 Zoll und die Unlimited-Klasse ohne technische Beschränkungen. Konstantin startete in der Klasse bis 29 Zoll. Der Start erfolgte auf 262 Metern in Seyssinet-Pariset östlich von Grenoble. Durch die Gewitter des Vorabends erlebten Sportler und Betreuer erstmalig angenehme klimatische Bedingungen. Bei einer ziemlich konstanten Steigung von 6 Prozent kämpften sich die knapp über 100 Starter in der Standardklasse und ca. 50 Unlimited-Fahrer die Strecke nach Saint-Nizier-du-Moucherotte auf 1172 m Höhe hinauf.

Um die Fahrer nicht mit Autoverkehr zu stören, hatten wir als Begleitpersonal eine andere Route zum Eintreffen im Zielbereich gewählt und damit gerechnet, dass es ausreichen würde, ungefähr 45 Minuten nach der geplanten Startzeit um 8 Uhr an der Ziellinie zu stehen. Fast wäre das allerdings gründlich schiefgegangen, denn zum einen war man unten im Startbereich relativ pünktlich losgekommen, aber noch viel mehr war das „Problem“, dass Konstantin in unglaublicher Geschwindigkeit den Berg hochstrampelte und so früh durch das Ziel fuhr, dass wir fast zu spät gekommen wären. Man oh Man.

Belinda hatte sich ca. 1,5 Kilometer den Berg hinunterbewegt, um Konstantin eventuell noch etwas Wasser reichen zu können. Sie schaffte es gerade noch, ein paar Fotos zu machen und funkte zu uns hinauf, dass er unverzüglich kommen würde. Ohne diese Info wären wir unter Umständen in arge Schwierigkeiten geraten mit ein paar Fotos vom Zieleinlauf. Bereits als Vierter aller Fahrer (Standard und Unlimited gemischt) sprintete er nach 56 Minuten ins Ziel. In der Expertwertung aller Standardfahrer bedeutete das Platz 3 – seine erste Expertmedaille bei einer Weltmeisterschaft. Zusätzlich erhielt er die Silbermedaille in der AK 19 bis 29. Das viele zielorientierte Training hat sich mehr als ausgezahlt. Chapeau!

Für Annalena holten wir noch Medaillen in der Altersklassenwertung im Beginner-Cyclocross (Platz 1) und im Stillstand (Platz 2) am Infopoint ab.

Am Abend gab es das obligatorische große Essen für alle Teilnehmer. Man versucht dabei immer, die regionale Küche vorzustellen. Und danach startete die Abschlussparty, die zur Stunde noch im Gange ist.

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