Kurz vor der Abreise

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Noch vier Tage bis zum Abflug nach Seoul.

Auf der UNICON-Website sind schon erste Startlisten zu finden. Jeden Tag treffen Infos und Nachfragen der einzelnen Renndirektoren ein. Mit denen werden Daten abgeglichen, Veränderungen registriert, die eventuell noch nach Meldeschluss eingetreten sind oder detaillierte News zu den einzelnen Disziplinen verteilt. Soweit macht das einen sehr guten Eindruck. Ich kann mich nicht erinnern, dass es diese Fülle an Vorabbotschaften vor zwei Jahren auch gegeben hätte.

Im Keller tüfteln wir an der intelligentesten Version, das umfangreiche Material flugfähig zu verstauen. Auf 15 Einräder haben wir uns letztendlich geeinigt, dazu Schoner, Helme, Luftpumpe, Reserveschläuche, Wheekwalksattel, Werkzeug, Freestylekostüme, jede Menge Sportsachen, verschiedenste Sportschuhe und und und… Um sicher zu gehen, dass die Fluggesellschaft nicht die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, wenn unsere Karawane am Freitag mit mehreren Kofferkarren am Schalter aufkreuzt, geben wir die großen Koffer, die Transportkisten und das Sportgepäck schon am Tag vor dem Abflug auf. Spannende Angelegenheit. Spannend wird es dann auch noch mal in Seoul, wenn wir nervös das Gepäckband beobachten und hoffen, dass alle 12 Gepäckstücke den Weg zum Incheon International Airport gefunden haben. Denn UNICON ohne Einräder oder nur mit einem Bruchteil der Ausrüstung wäre dann doch irgendwie doof.

Der Flughafen in Seoul gehört wie der in München zu den besten der Welt. Platz zwei nahm er in der 2018er Studie ein (München Platz 6). Zu den vier ostasiatischen Tigerstaaten gehörend, hat sich Südkorea seit den 60er Jahren zu einer der bedeutendsten Volkswirtschaften der Welt entwickelt. In einigen Technikbranchen ist es weltweit führend. 2017 hatte es das schnellste Internet der Welt, ebenso die meisten Breitbandanschlüsse pro Einwohner. Das lässt hoffen auf eine geschmeidige Kommunikation während der UNICON. 51.700.000 Menschen leben dort, fast ein Fünftel davon ist in Seoul zu Hause. Mit 513 Einwohnern pro Quadratkilometer ist die Bevölkerungsdichte mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Man zahlt mit Won. Für einen Euro werden einem zur Zeit ca. 1.330 Won ausgehändigt. Reichlich zehn Stunden ist man mit dem Flugzeug von Deutschland aus unterwegs und überquert dabei sieben Zeitzonen. Wenn wir am Samstag gegen 9:40 Uhr Ortszeit landen, liegt Deutschland noch im tiefsten Schlaf. Die Staatsform ist die Republik. Den Namen des Staatsoberhaupts Moon kennen nach den spektakulären Treffen zwischen Nord- und Südkorea momentan gewiss viele Menschen rund um den Erdball. Im Osten stößt Südkorea an das Japanische und im Westen an das Gelbe Meer, den Süden umschließt die Koreastraße. 2.413 km misst die Küstenlinie. Einen besonderen Status hat der Grenzort Panmunjeom. Dort stehen UN-Baracken, in denen manchmal Verhandlungen zwischen Nord- und Südkorea stattfinden. Die militärische Demarkationslinie verläuft quer durch die Baracken und mitten über den Verhandlungstisch, sodass bei den Gesprächen kein Vertreter beider Parteien sein Land verlässt. Wenn nicht verhandelt wird, können Touristen die Baracken besichtigen. Nationalgericht ist Kimchi. 22 Kilogramm davon verspeist ein Koreaner im Laufe eines Jahres. Das scharf gewürzte Gemüse ist ein selbstverständlicher Teil aller Mahlzeiten. Spitzensportlern allerdings ist es während bedeutender Wettkämpfe verboten. Die Schärfe mindert das Leistungsvermögen. Um acht Zentimeter sind südkoreanische Männer im Durchschnitt größer als ihre nordkoreanischen Nachbarn. Als Grund dafür wird die deutlich bessere Ernährung im Süden angeführt.

Nun, wir sind gespannt, was uns noch an Interessantem und Bemerkenswertem über den Weg läuft ab Samstag in SÜDKOREA!

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