Einrad-Cup-Münsterland in Oelde
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Einrad-Cup-Münsterland in Oelde

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Eine neuer, vielleicht zukünftig regelmäßiger Termin im Einradjahreskalender feierte heuer am 27. August Premiere – der „Einrad-Cup-Münsterland“ in Oelde, eine offene Rennmeisterschaft für Teilnehmer aus aller Welt. Beim ersten seiner Art waren Henriette und Michael Höhne am Start.

Warum nimmt man für einen Tag 664 Kilometer Anreise in Kauf, noch dazu freitags vor einem Wochenende mit Ferienschluss in diversen Bundesländern? Nun, da gibt es etliche gute Gründe:
Einer war der Ausrichter – die Einradgemeinschaft Münsterland, die uns 2015 so eine prächtige Deutsche Rennmeisterschaft beschert hatte. Falls selbige mal wieder einen Wettkampf organisiert, haben wir uns schon letztes Jahr gesagt. fahren wir hin.
Da es nur wenige Rennwettbewerbe pro Jahr gibt, eröffnete dieser Cup noch ein letztes Mal in 2016 die Möglichkeit, auf der Bahn anzutreten. Einige Garser werden aller Voraussicht nach noch am ersten Oktoberwochenende in Zuffenhausen an den Start gehen, aber zeitgleich findet vom 1. bis 3. Oktober auch die DM Freestyle in Nümbrecht statt, die für die Allrounder dann höhere Priorität haben wird.
Und dann bot der Termin die Möglichkeit, die unweigerlich nach zwei intensiven Wochen „Einradparty UNICON““ einsetzenden Entzugssymptome durch ein neuerliches Zusammentreffen in der Einradkommune etwas zu lindern 😉

Auch diesmal wieder glänzte das Ausrichterteam mit behänder Organisation. Und es glänzten die extra für dieses Event entworfenen Medaillen!

Mit neuen persönlichen Bestleistungen in allen Disziplinen trat Michael in Erscheinung. Belohnt wurde er mit drei Silbermedaillen über 100 Meter, über 800 Meter und Im IUF-Slalom. In diesen drei Wettbewerben startete er in der Altersklasse 30+. Auch über 50 Einbein verbesserte er seine Bestzeit gewaltig, wurde dort aber in der AK15+ einsortiert und hatte etliche Jungspunde vor sich im Tableau.
Für Henriette war es der erste Wettkampf in der sehr starken und großen AK U15. Als vermutlich jüngste Starterin dieser AK – die „Happy-Birthday-Gesänge“ zum 13. waren gerade erst wenige Tage verhallt – schlug sie sich tapfer. Komplett ohne Medaillenambitionen angereist, brachte sie schlussendlich doch völlig überraschend eine Bronzemedaille im Wheelwalk mit nach Hause. Voraussetzung für diesen Erfolg war eine Verbesserung der persönlichen Bestleistung um 41 Hundertstel auf 9,64s. Auch im Einbeinrennen wäre eine Podestplatzierung durchaus möglich gewesen. Eine Zeit um 9,40 s ist sie normal zu fahren in der Lage, was Platz drei bedeutet hätte. Aber diesmal lief die so fragile Disziplin einfach nicht so gewünscht rund.
Im IUF-Slalom muss die schon lang ersehnte, aber bisher im Wettkampf noch nicht gefahrene 21er Zeit her, um in der U15 Ergebnisse ganz vorn erzielen zu können.
Es ist aber erfreulich zu sehen, dass in den Technikdisziplinen der Übergang U13 in U15 gar keine so unüberwindbare Hürde darstellt.

Zum Ende des langen Wettkampftages und unter schon bedrohlich aufziehenden Gewitterwolken fuhren beide Garser noch als Viertel einer gemischten Staffel: Henriette mit anderen U15-Fahrern aus Bottrop und von den Filous Niederense, Michael mit Einradlern schon reiferen Semesters von RV 1897 Meerbusch-Lank, Vanny Düsseldorf und TV Jüchen. Diese Staffel startete in einem Lauf mit den Flaggschiffen aus Bottrop und von der Einradgemeinschaft Münsterland, die teilweise deutlich unter einer Minute fahren können. Michael als Schlussläufer war gerade noch gemütlich am Beobachten, wie wohl der zweite Wechsel seiner Staffel gelingen mochte, als es ihm die kurzen Haare nach vorn wehte, weil die anderen drei Staffeln rechts und links schon an ihm vorbei zischten. Er nahm es positiv: So bestand keinerlei Gefahr, mit einem der anderen Staffelfahrer in Scharmützel verwickelt zu werden.

Was gab es sonst noch an Bemerkens- und Erzählenswertem?

Allen voran das Wetter! Es war so heiß im Münsterland, wie wir es im gesamten Sommer 2016 nicht empfunden hatten. Da fahren wir nach Spanien, rechnen mit dem „Schlimmsten“, was die Hitzebelastung angeht und erleben dort wunderbare klimatische Bedingungen. Und dann führt uns der Wettkampfkalender Ende August mit schon beinahe herbstlichen Gefühlen gen Norden, und wir zerfließen fast in der Wärme. Während der Anreise kletterte das Außenthermometer des Autos unaufhörlich höher und stoppte erst kurz vor der 40. Auch als wir gegen 21 Uhr Oelde erreichten, klebte es noch immer beharrlich bei 32 Grad und rückte kein Quentchen herunter. Ist wohl defekt, hofften wir fast. Aber beim Verlassen des angenehm klimatisierten Autos wurde schlagartig klar, dass dieser Temperaturmesser sehr wohl zuverlässig seine Arbeit tat. Hotelvorplatz und -innenräume hatten sich wärmemäßig angeglichen und Brutkastentemperatur erreicht. Kein Lüftchen wehte. So schwitzen wir eine lange tropische Nacht vor uns hin und waren am folgenden Morgen nicht so optimal erholt für eine langen Wettkampftag, wieder in glühender Hitze. Aber –  es ging allen gleich, da musste jeder durch.

Oelde selber ist eine Stadt mir ca. 30.000 Einwohnern im Landkreis Warendorf.
Unser Quartier, das http://www.hotelengbert.de/ können wir sehr empfehlen, wenn mal jemand eine Unterkunft sucht in dieser Region: schön eingerichtet, sehr sauber und exzellenter Service.

Nach Wettkampfschluss ging es dann am Samstag Abend die 664 Kilometer wieder zurück, weil am Sonntag Nachmittag der Trainingslagermarathon mit zwei Kursen in Oberhaching und gleich anschließend dem Camp in Bad Tölz beginnt.

Folge Heike Höhne:

Garser Einrad-Team

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