Annalena Söll beim Zebra-Cup
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Annalena Söll beim Zebra-Cup

eingetragen in: Garser Einrad-Team | 1

Am 1. Mai findet traditionell in Duisburg der Zebra-Cup statt. Das ist ein Wettbewerb der Einradfahrer des MSV Duisburg – genannt die „Einrad-Zebras“. Diese Abteilung widmet sich nahezu ausschließlich dem Einradrennsport, und so werden auch bei diesem Wettbewerb ausnahmslos Disziplinen angeboten, die man auf einer 400 Meter Rundbahn absolvieren kann.

Der TSV Gars war durch Annalena Söll (11 Jahre) vertreten. Und was Annalena und ihre sie begleitende Familie beim Wettkampf und drumherum erlebten, hat Mama Monika fotografiert und in einem Text für uns aufgeschrieben:

Eine kleine Zusammenfassung von unserem Wochenenderlebnis “Zebra Cup”

Am Samstag, dem 30.4.16, sind wir um 12.30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein Richtung Duisburg aufgebrochen. Natürlich wie immer mit viel zu viel Gepäck und Ausstattung des täglichen Lebens. Es kann ja sein, dass man genau das diesmal dringend benötigt! Das erste Mal standen wir schon in der Hallertau wegen einer Baustelle im Stau. Danach ging es wieder recht gut. In Bessenbach / Waldaschaff kam die Blechlawine ein zweites Mal zum Stillstand. Da habe ich dann das Handtuch geworfen und Franz “durfte” den Rest fahren. Gegen 20 Uhr erreichten wir Duisburg und checkten im Mercure Hotel Duisburg City ein – nachdem wir unseren Bus im Parkhaus parken durften. Hört sich recht unspektakulär an, war aber echt abenteuerlich. Das Parkhaus hat eine Einfahrtshöhe von 1,95 m!! Anschließend gingen wir ein Stück durch die Stadt in Richtung Innenhafen. Samstag Abend – Duisburg bei Nacht. Bars, Cafes, Lokale – eines neben dem anderen. Echt sehenswert. Pures Nachtleben. Wir gingen in die L´Osteria Duisburg. Riesenpizza, geschmacklich sehr gut und nette Leute. Beim Nachhauseweg war es dann echt frisch. Die 25 min. waren da schon lang. 5 Grad hatte es vielleicht. Endlich ins Bett. Oh, eins fehlte! Die Mädels mussten gemeinsam in einem Bett schlafen. Dieser Fehler wurde mit einem ausgiebigen Frühstück wettgemacht. Pünktlich um 1/2 9 waren wir an der Bahn. Es nieselte leicht und es war bitterkalt. Aber die Leute – alle nett, jedes Detail top organisiert. Was will man mehr. Als erstes gingen wir ins Wettkampfbüro. Hier bekamen wir das Zebra Cup Teilnehmerbändchen (sehr wichtig) und die Startnummer. Annalena machte sich fertig und im nu war sie auf der leider sehr nassen Bahn zum Einfahren. Annalena jedoch störte das weiter nicht. Sie drehte eine Runde nach der anderen und war in voller Konzentration unterwegs. Pünktlich startete die Veranstaltung mit dem 100 m Rennen – von alt nach jung. Hier schaffte es Annalena auf den 5. Platz von 24 Kindern in der Altersklasse. Die Leute waren in Decken eingehüllt, tranken Tee und Kaffee und erfreuten sich trotz der Kälte am enormen Können der Fahrer. Als nächstes war das Rennen 50 m Einbein. Hier war Annalena auch im vorderen Drittel dabei. Sie schaffte den 7. Platz von 24 Kindern. Mittlerweile wurde der Parcours für den IUF-Slalom geöffnet. Bei der Trainerbesprechung legte man uns nahe, doch baldmöglichst damit zu beginnen, damit auch hier der Zeitplan eingehalten werden kann. Wir haben uns brav dran gehalten, was sich leider als Fehler erwies. Annalena konnte sich “breit” machen, weil natürlich nur die wenigsten auf die Idee kamen, bei nasser Bahn den IUF zu fahren. Einen Lauf kam sie gut durch. Beim zweiten rutschte sie leider weg. Vertan, aber auch aus solchen Erfahrungen lernt man für künftige Wettkämpfe. Die meisten Fahrer absolvierten den IUF-Slalom ab ca. 13.30 Uhr, weil es da trocken wurde. Um 16 Uhr waren sie noch nicht durch. Puh, da schimpfte Annalena, weil sie so früh fahren musste.
Es folgte der 30 m Radlauf. Da war Annalena richtig nervös. Ob es wohl mit dem Rad von Jette klappen würde? Hält die Startstange? Da war sie schon angespannt. Aber dann, der volle Erfolg! Sie kam auf Platz 4 von 23 Kindern in der Altersklasse. Wow!! Das macht Freude! So, Endspurt. Bei voller Sonne und mittlerweile 17 Grad startete das 400 m Rennen. Auch hier war sie echt stark, aber die Mädels dort waren der Hammer. Die fahren mit einem Affenzahn, dass man nur so schauen kann. Sie hatte Platz 5 von 24 Kindern. Schlussendlich hat Annalena zwar top Zeiten und persönliche Bestzeiten eingefahren, aber für eine Medaille hat es leider nicht gereicht, was sie schon sehr traurig stimmte. Mit einem Kettchen mit Einrad haben wir den “Schmerz” ein bisschen verkleinert.Auch Antonia hatte ihr Einrad dabei und fleißig ihre Runden draußen gedreht und nebenbei unsere Vorräte dezimiert. Die Siegerehrung warteten wir dann nicht mehr ab. Um 16 Uhr sind wir in Richtung Heimat aufgebrochen. Mit kurzen Pausen waren wir dann um 22.30 Uhr zuhause und konnten zufrieden ins eigene Bett “fallen”. Alles in allem ein schönes, erfolgreiches und mal ein etwas anderes Wochenende. Den Zebra Cup kann man nur empfehlen. Top organisiert, ideale Bahn, nette Leute. Wer weiß, vielleicht kommen wir wieder!

Beim Zebra-Cup startet alljährlich nahezu alles, was im Einradrennsport in Deutschland Rang und Namen hat. Nur wenige Spitzenfahrer pro Altersklasse fehlen dabei, weil sie keinen der 180 Startplätze ergattern konnten, die nach Öffnung der Onlineanmeldung jeweils in wenigen Stunden weg sind, oder eventuell schon etwas anderes vor hatten an diesem Tag,
Und Annalena ist in diesem wichtigen Wettkampf in der Tat über sich hinausgewachsen, hat in drei Disziplinen nur ganz knapp die Medaillenränge verfehlt und gehört damit eindeutig zur erweiterten deutschen Spitze in ihrer Altersklasse.
Sie stellte persönliche Bestzeiten in allen fünf Disziplinen auf. Und was für welche:

100 Meter – 17,34 s, 5. Platz
400 Meter – 1:13,52 min, 5. PLatz
50 Meter Einbein – 11,53 s, 7. Platz
30 Meter Wheelwalk – 16,78 s, 4. Platz
IUF-Slalom – 28.09 s, 14. Platz

Man muss noch dazu sagen: Es ist Annalenas erstes Jahr in der Altersklasse U13 und damit auf dem 24er Rad – der sogenannten „Rennhexe“. Nicht jeder schafft bei der Umstellung auf dieses Einrad gleich bessere Zeiten als im Vorjahr, denn dieses fragile und teilweise wackelig anmutende Gefährt muss erst einmal beherrscht werden.
Deshalb allerherzlichste Glückwünsche an Annalena Söll zu diesen hervorragenden Platzierungen!

Fotos © Monika Söll

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Eine Antwort

  1. Katharina
    | Antworten

    Herzlichen Dank an Monika Soell für den schönen Artikel!

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