Andere Länder, andere Sitten
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Andere Länder, andere Sitten

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…und nicht die schlechtesten!!!
Die Menschen sind  ausgesprochen freundlich und meist sehr entspannt in Montreal. Beispiel gefällig? Jeden Tag sind wir mit dem Auto viele Kilometer unterwegs in der Stadt, in der eben ganz metropolmäßig gehörig was los ist auf den Straßen. Aber eines fällt schon nach kurzer Zeit angenehmst auf: es hupt keiner wild und wie kurz vor dem Herzkasper herum, wenn es vor ihm mal nicht sofort weitergeht. Wir standen heute am geschäftigen Samstagabend an einer Ampel in Old Montreal, der quirligen Innenstadt, und haben vor lauter begeistert umherschauen müssen die Grünphase dieses elektrischen Verkehrsreglers verpasst. In der Schlange hinter uns kam es dabei keinem in den Sinn, seinem Unmut über die Träumer vor ihm mit Hilfe seiner Hupe lauthals Luft zu machen. Wir waren schon drauf und dran auszusteigen und dem gechillten Menschen hinter uns  mal herzlich dankend die Hände zu schütteln. Aber dann hätten wir Grünphase Nummer zwei verpasst, und wir wollten die Geduld dieses entspannten Menschen nicht über die Maßen strapazieren. Denn dann hätte er vielleicht doch noch gehupt und unser so positives Bild von den Montrealern in Nullkommanichts in Scherben zerlegt …
In dem netten Pub vom Foto waren wir heute Abend lecker Fish and Chips essen, auch bei wunderbar nettem Servicepersonal. Genau gegenüber fand sich sogar idealerweise ein kleiner Parkplatz, der uns aber ein wenig verwirrte, weil für unser Empfinden darauf kaum mehr als  20  Autos Platz hatten und man doch sehr aufwendig mit einem Parkwächter arbeitete. Als wir dann zusätzlich zur Parkgebühr auch den Autoschlüssel bei dem älteren Herrn im Bretterverschlag lassen mussten, wurde uns klar, weshalb für die wenigen Stellplätze so agiert wird: Die Autos werden ohne Lücke und ohne Fahrgasse aufgereiht und dafür von ihm hin und her rangiert, so das man aus eigener Kraft gar nicht mehr raus käme, würde der nette Herr nicht ein paar andere Autos durch Umparken zur Seite fahren. Nun haben wir unser Leben ja bisher nicht NUR auf dem Dorf verbracht, aber auch wir lernen noch dazu. Einfach eine clevere Idee für überfüllte Innenstädte!

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