Wir warten.
Wir warten weiter.
Und wir warten immer noch.
Der Wettkampf ist längst vorbei. Die Fahrerinnen und Fahrer sind schon lange im Ziel. Die Anstrengungen sind verarbeitet, die Energiespeicher wieder aufgefüllt. Doch die Ergebnisse? Fehlanzeige.
Ein Tag vergeht. Zwei Tage vergehen. Der dritte bricht an. Und noch immer gibt es von so mancher Disziplin keine Ergebnislisten. Im UDA braucht man oft gar nicht erst nachzusehen. Und auch in der gewaltigen Flut an E-Mails, die uns während einer UNICON erreicht – nichts.
Wirklich gut funktioniert hat die Ergebnisveröffentlichung bei den von uns absolvierten Wettbewerben bisher nur bei wenigen Disziplinen, etwa bei Jump on Track und Jump on Platform. Bemerkenswert dabei: Deren Event-Direktoren Jan und Lars Vocke sowie Jelle Dillen waren sogar erst sehr kurzfristig als Krankheitsvertretung eingesprungen. Dass Jan und Lars zuverlässig arbeiten, kennen wir bereits aus vielen anderen Veranstaltungen. Und auch Jelle Dillen erhielt für die professionelle Durchführung der Platform-Wettbewerbe viel Lob. Beim X-Style schaffte man es ebenfalls, die Ergebnisse bereits wenige Minuten nach Ende der Vorläufe beziehungsweise Finals zu veröffentlichen.
In vielen anderen Wettbewerben hingegen hieß und heißt es: warten, warten und noch einmal warten.
Was ist das für eine Weltmeisterschaft, wenn man einen extrem anspruchsvollen Wettbewerb absolviert und drei Tage später noch immer nicht weiß, auf welchem Platz man gelandet ist? Und solange keine Ergebnisse vorliegen, können auch keine Siegerehrungen stattfinden.
Natürlich kann man die ersten drei oder vielleicht vier Fahrer meist noch selbst erkennen. Aber danach wird es schwierig, vor allem dann, wenn Geared- und Ungeared-Fahrer gemeinsam auf die Strecke geschickt werden oder die Runden für die große Zahl an Startern sehr klein sind. Wer kann hinterher noch sagen, wer als Achter, Zwölfter oder Fünfzehnter die Ziellinie überquert hat?
Dabei haben nicht nur die Sieger ein Recht auf ihr Ergebnis. Jeder einzelne Teilnehmer hat sich auf diesen Wettkampf vorbereitet, Startgeld bezahlt und sich über die Strecke gekämpft. Jeder möchte zeitnah erfahren, wie seine Leistung bewertet wurde.
Tauchen Ergebnislisten dann endlich einmal im UDA auf, passiert häufig das nächste seltsame Phänomen: Noch bevor man Vereinskollegen oder befreundeten Teams Bescheid geben kann, sind die Listen auf wundersame Weise schon wieder verschwunden. Rauf auf die Website – runter von der Website. Fast könnte man meinen, auch die Ergebnisse absolvieren ihren eigenen Wettkampf.
Noch unverständlicher wird die Situation, weil mit RaceResult eines der weltweit führenden Zeitnahme- und Wettkampfmanagementsysteme zum Einsatz kommt. Bei entsprechender Vorbereitung können damit Ergebnisse praktisch unmittelbar nach Wettkampfende veröffentlicht werden. Bei den Veranstaltungen, die wir selbst mit RaceResult durchgeführt haben – etwa dem 24-Stunden-Rennen oder den Muni-DMs –, standen die Ergebnisse bereits wenige Minuten nach Rennende fest, inklusive Tausendstelsekunden. Die Siegerehrungen konnten beginnen, bevor die Fahrer überhaupt Helm und Schoner abgelegt hatten.
Natürlich funktioniert das nicht von allein. Die eigentliche Arbeit beginnt Wochen oder sogar Monate vor der Veranstaltung. Teilnehmerdaten müssen sorgfältig erfasst, Wettbewerbe angelegt und Abläufe getestet werden.
Und genau das darf man bei einer Weltmeisterschaft erwarten.
Beitragsfoto: gemeinfrei


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