
Was fast wie der Titel eines modernen Kinderbuchklassikers klingt, ist derzeit bittere Realität im Hause Höhne.
„Ach, diesmal sind es doch nur zwei Stunden Autofahrt. Wenn wir etwas vergessen, drehen wir eben noch mal um.“
Ein Satz, der sich im Nachhinein als erstaunlich mutig herausstellt.
Hatten wir von Montreal über Ansan bis Bemidji unsere Packstrategie von UNICON zu UNICON notwendigerweise immer weiter perfektioniert, scheint das diesjährige Motto eher zu lauten: „Wird schon irgendwie ins Auto passen.“
Das birgt allerdings gewisse Risiken. Denn auch wenn das Ziel „nur“ rund 200 Kilometer entfernt liegt, wollen trotzdem 13,5 Einräder, Werkzeug, Ersatzmaterial, Schutzkleidung und jede Menge weiterer Kleinkram ihren Platz im Auto finden. Und wer glaubt, man könne dabei einfach den Kofferraum schließen und losfahren, hat noch nie versucht, das Reisegepäck einer Einradfamilie zu verstauen.

Aktueller Zwischenstand: Unser Teammaskottchen Gustav ist verschwunden. Gustav ist ein großer, postgelber Plüschkrake – eigentlich so ziemlich das Gegenteil von unauffällig. Wer einen knallgelben Oktopus verliert, sollte sich ernsthaft Gedanken über sein Packsystem machen.
Ebenfalls unauffindbar: die Weitsprungpedale. Magnesiumgrau, handtellergroß und damit deutlich näher an der klassischen Definition von „leicht zu verlegen“.
Dass ausgerechnet diese beiden gemeinsam verschwunden sind, lässt nur einen Schluss zu: Sie haben sich verbündet. Vermutlich sind sie bereits eigenständig auf dem Weg nach Steyr. Gustav übernimmt die Navigation, die Pedale kümmern sich ums Reisegepäck.
Sollten sie vor uns ankommen, richtet bitte aus, dass wir unterwegs sind.
Steyr – wir kommen!


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