Donnerstag, 14. August
» » Donnerstag, 14. August

Donnerstag, 14. August

eingetragen in: UNICON 17, Urlaub Kanada | 0

Es regnet! Noch immer! Schon den dritten Tag!

Gerade haben wir unser Geschoss startklar gemacht. Ein bisschen ist das wie ein Raketenstart: Slides einfahren, alle nicht befestigten Gegenstände verstauen, sämtliche Türen mit Schnapper verschließen, alle Luken und Fenster zuklappen, abkoppeln von Strom und Wasserzufuhr und dann der aus der Raumfahrt bekannte Auspruch: Wir sind frei! Und los geht’s. Noch die Müllabfuhr und die Klärung von Schwarz- und Grauwasser organisieren – alles Jobs, die WoMo-überlebensnotwendig sind und immer relativ viel Zeit kosten – und dann reisen wir weiter Richtung Georgian Bay am Lake Huron. Kurz vor dem Westgate des Provincial Parks besuchen wir noch das Algonquin Art Center, eine Gallery mit wechselnden Ausstellungen, zur Zeit mit Malerei zum Thema „Algonquin at night“ – wunderschöne, stimmungsvolle Bilder in Öl und Acryl. Dieser Abstecher hat sich wirklich gelohnt. Danach noch einkaufen im „Indipendence“ Supermarket. Es geht einem das Auge über bei all dem Angebot!!! An der Kasse bei stets freundlichem Personal packt die Kassiererin alle Sachen mit System und Sinn und sehr behutsam ein: Kühlwaren zueinander, Leichteres auf Schwereres usw. Nicht verwöhnt von deutschem Kassenpersonal, das die Waren oft lieblos über die Rollen zerrt und dann auf die Ablage schmeißt, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr raus.

Am späten Nachmittag erreichen wir Wasaga Beach, gelegen an der Südspitze der Georgian Bay, einer Ausbuchtung des Lake Huron, der mit einer Ausdehnung von ca. 200 mal 400 Kilometern beinahe die Maße eines Meere hat. Und er ist nicht der größte der fünf Great Lakes. Dieses Prädikat beansprucht der Lake Superior für sich. Wir finden einen Campingplatz mit zwei Stellplätzen direkt am Ufer. Nur 10 Meter entfernt vom Ufersaum stellen wir die WoMos ab. Dieser Platz ist einfach der Hammer!!! Wir parken sozusagen fast in den Wellen des Lake Huron. Das Wetter ist noch immer nicht viel besser, es stürmt ziemlich und hat höchstens 10 Grad. Was für ein Kontrast zur unserer Zeit in Montreal. Das Lagerfeuer aus gesammelten Ästen und aus dem Holz, das wir bei der uralten Platzbesitzerin gekauft haben, wirft hektische Flammen. Wir grillen Würstchen und Baguette und können noch immer kaum glauben, diesen Platz gefunden zu haben. Der ist fast schon wieder kitschig, so schön ist er.